HC14 German Open bei der Tümpel Trophy

Bericht von der 14er IDB, Tümpel Trophy – German Open 2025
(Zitat Torsten Sträter: Anglizismen sind für mich ein Nogo.)

Hohe Brandung, satter Trapezwind, steile kurze salzige Welle, rasende Halbwindfahrten, Stecher, Kenterungen, gefährliche Beinahecrashs, halsbrecherische Vorwindkurse und schäumende Gischt…
Wer das erleben wollte, der war wohl an diesem Wochenende woanders.
Der Zülpicher See präsentierte den 22 Seglern am ersten Tag nämlich Flaute aus wechselnden Richtungen.

Unser Wettfahrtleiter und seine Crew waren aktiver als die Segler. Tonnen hin und herfahren, verlegen, Startschiffsposition verändern und immer wieder Wind messen, der nicht da war. Trotz aller Bemühungen blieb nichts anderes übrig, als zum Landprogramm zu wechseln. Livemusik aus den Niederlanden,

UNO spielen oder Teelichtcurling.

Natürlich und wie jedes Jahr sorgten die Zülpicher mit tollem Buffet und reichlich Kaltgetränken dafür, dass die vom Hochleistungswindwarten ausgemergelten Seglerkörper langsam wieder zu Kräften kamen. Ach so Schaumkronen gab es doch. Allerdings befanden sich diese auf Minigläsern die mit einer hellbraunen Flüssigkeit befüllt wurden. Mit Kritik an dieser, die die Einheimischen als Kölsch bezeichnen und tatsächlich trinken, stellte ich mich mal wieder ins Abseits.
Hoffentlich darf ich nächstes Jahr wiederkommen. Denn, am nächsten Tag wurde tatsächlich gesegelt.

4 Läufe durchzuziehen, die zwar kurz waren, alle Achtung. Ermöglicht auch durch die Skipperin aus den Niederlanden, die als letzte dankenswerterweise auf ihren Zieleinlauf verzichtete. Und folglich die Wartezeit zum nächsten Start verkürzte. Doch was war an der Spitze los? Friedhelm gewann
die Regatta mit 1, 2, 1 und 1. Doch das sieht eindeutiger aus, als es war. Lange Zeit behauptete im ersten Lauf Andre seine Führung und wurde erst kurz vor dem Ziel noch eingefangen, Klaus zeigte wieder seine Schwachwindstärke und siegte im Lauf 2. Erst die Siege in Lauf 3 und 4 sicherten den Titel für Friedhelm ab. Zur Strafe muss er nun den Bullaugenwanderpokal nach Hause schleppen und nächstes Jahr wieder zur nächsten IDB mitbringen. Dann hat er auf Weisung seiner Frau ein weiteres Jahr im Keller verbracht.

Am Rande der Veranstaltung fand auch eine Gesprächsrunde mit unserem KV Vorsitzenden Patrick statt. Er war extra angereist, um sich den Anregungen, Wünschen und auch Kritik speziell der 14er Segler zu widmen. Danke dafür. Uns sollte bewußt sein, dass unser KV-Vorstand für alle Segelboote der “Marke” Hobie Cat von Wildcat bis Dragoon zuständig ist und allein schon deswegen eine Sonderstellung gegenüber anderen KVs einnimmt und als “Eltern” der Hobiefamilie unterschiedlichste Bedarfe der “Kinder” berücksichtigen sollte, ohne unverhältnismäßige Bevorzugung einer Bootsklasse. Um hier an der Abmilderung von Kommunikationsstörungen mitzuarbeiten, neue Aspekte in die künftige Ausrichtung der KV einbringen zu können, die Öffentlichkeitsarbeit zu stärken, formale Probleme zu lösen, zuständig zu sein für Beratung bei technischen Fragestellungen den 14er
betreffend, gebe ich hiermit bekannt, dass ich mich als Kandidat zur Wahl des Stellvertretenden Vorsitzenden der deutschen Hobie KV zur Verfügung stelle.
Diese meine Entscheidung ist auch Folge des positiven Austausches der 14er Segler mit unserem Vorsitzenden Patrick, der uns deutlich signalisierte, für alle Hinweise ein offenes Ohr zu haben und lösungsorientiert an Problemen arbeiten möchte.
Somit stellt auch dieses ein Ergebnis der IDB dar und ich habe die Berichteschreibenpflicht ein bißchen missbraucht, um in eigener Sache zu informieren.
Dabei ist noch zu ergänzen, dass ich Klaus als 5ten im ersten Lauf schon zum Schreiben gratuliert hatte und erst später bemerkte, dass sich vor uns ein Niederländer ins Ziel gemogelt hatte. Somit war ich wieder mal fällig.


Wolfgang Ehrich


Schlussbemerkung: Wir haben erfahren, dass Peter Witt vom Vilstalsee schwer erkrankt ist und möchten beste Wünsche an ihn und seine Familie auf diesem Wege senden. Wir sind sehr betroffen.

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