Am Wochenende fand die Goldkanalregatta 2026 statt. Einige Teilnehmer reisten bereits früher an, um sich mit den Besonderheiten des Reviers vertraut zu machen. Vorweggenommen: Einen entscheidenden Vorteil brachte mir das nicht.
Pünktlich zum Regattawochenende hatte das Wetter die Heizung aufgedreht und die Windmaschinen angeworfen. Mit zwölf Booten war das Feld zwar noch ausbaufähig, dennoch gingen zahlreiche motivierte Segler an den Start.
Schon am Samstagmorgen war klar, dass die Wettfahrten spannend werden würden. Der Goldkanal präsentierte sich von seiner typischen Seite: ständig wechselnde Windrichtungen und kräftige Böen sorgten immer wieder für Überraschungen. Einige Teams mussten dabei sogar unfreiwillig Bekanntschaft mit dem Wasser machen.


Am besten kam mit diesen Bedingungen das Team Moritz Müller und Julia Lindner zurecht. In allen drei Läufen fanden sie souverän den schnellsten Weg ins Ziel.
Dahinter ging es deutlich enger zu. Die Platzierungen wechselten ständig, und manche Mannschaft fand sich schneller im Mittelfeld wieder, als ihr lieb war. Christian Hönes und sein Vorschoter Lars etablierten sich bereits am Samstag in der Spitzengruppe. Dass dabei auch das Talent des jüngsten Regattateilnehmers eine wichtige Rolle spielte, dürfte kaum jemand bestreiten. Weiter so, Lars!


Für mich persönlich verlief der Samstag dagegen eher ernüchternd. Gerne hätte ich meiner Vorschoterin eine erfolgreichere Premiere bei ihrer ersten Hobie-Cat-Regatta ermöglicht.
Neben den sportlichen Herausforderungen zeigte sich auch, wie unpraktisch es sein kann, mit einem undichten Mast zu kentern. Die DLRG hatte jedenfalls ausreichend Gelegenheit, ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis zu stellen.
Nach den anstrengenden Wettfahrten war an Land wie gewohnt bestens für das leibliche Wohl gesorgt, sodass die verbrauchten Kalorien schnell wieder ersetzt werden konnten.
Der Sonntag begann mit Sonnenschein, während sich der Wind zunächst noch etwas zurückhielt. Nach dem gemeinsamen Frühstück hatte er jedoch ein Einsehen und stellte sich rechtzeitig zur vierten Wettfahrt ein.
Wettfahrtleiter Jörg Barakling schickte das Feld erneut auf die Bahn. Der Start verlief überraschend friedlich, und wie schon am Vortag, konnte sich das Team Moritz und Julia früh vom übrigen Feld absetzen.
Erneut sorgten die wechselnden Windrichtungen für spannende Positionskämpfe. Auch wir durften zeitweise an den vorderen Plätzen schnuppern – wäre da nicht Nachwuchsstar Lars mit seinem Steuermann Christian gewesen. Auf der Zielkreuz zogen die beiden noch kurz vor dem Ziel an uns vorbei.
Immerhin blieb die DLRG am Sonntag ohne Einsatz.
Der Gesamtsieg der Goldkanalregatta 2026 ging mit beeindruckender Souveränität an Moritz Müller und Julia Lindner. Den zweiten Platz sicherten sich Christian Hönes und sein Sohn Lars vor dem erfahrenen Team Martin und Melanie Tittjung.

Auch mein Sohn Pascal war mit einem Nachwuchssegler unterwegs, der seine ersten Erfahrungen auf dem Hobie Cat sammeln konnte. Simon zeigte dabei bereits viel Talent und dürfte künftig noch häufiger auf sich aufmerksam machen.
Nach der Regatta war erneut bestens für das leibliche Wohl gesorgt. Dafür gilt dem gesamten Helferteam ein besonderer Dank.
Ein herzliches Dankeschön geht außerdem an Mario für die hervorragende Organisation sowie an Conny, die während der gesamten Veranstaltung überall dort zur Stelle war, wo Unterstützung benötigt wurde.
Besonders erfreulich war die große Zahl junger Seglerinnen und Segler. Sie haben der Veranstaltung zusätzliche Dynamik verliehen und zeigen, dass der Nachwuchs vielversprechend unterwegs ist.
Die Goldkanalregatta 2026 war eine rundum gelungene, spannende und sportlich anspruchsvolle Veranstaltung. Vielen Dank an alle Segler, Helfer, die DLRG und die Wettfahrtleitung für dieses tolle Wochenende.
Nun freuen wir uns auf die nächsten Regatten. Hoffentlich sehen wir uns in wenigen Wochen in Fischen am Ammersee wieder – mit genauso viel Wind, spannenden Wettfahrten und guter Stimmung. Für das Rahmenprogramm wird Hanno sicherlich sorgen.
Albrecht Schöbitz

