RDC Catamaran Festival 2026 beim Sylter Catamaran Club e.V.

Sylt. Größte Nordseeinsel. Mekka der Reichen. Und ein aufregendes und abwechslungsreiches Segelrevier. Hier treffen Sandbänke, Seehunde, Strömungen, Wind und Tide Tag ein, Tag aus aufeinander. Und sorgen nicht nur beim Anpeilen der Tonne für Schnappatmung.

Das Catamaran Festival beginnt ganz klassisch mit einem Dreieckskurs, moderatem Wind und viel Sonnenschein. Während die Wettfahrtleitung zu Beginn noch höchst optimistisch ist und uns zwei Runden segeln lässt, stellen wir schnell fest:

Mit abnehmendem Wind und Strom gegen an – keine Chance.

Den ersten Tag beenden wir mit drei Wettfahrten und einem Platz im Mittelfeld.

Abends feiern wir dann zum ersten Mal zusammen mit den Segler:innen des Sylter Yachtclubs, die am selben Tag auch eine Regatta hatten. Es gibt leckere hausgemachte Salate und Burger, Roastbeef und Bratkartoffeln mit Speck für alle Nicht-Vegetarier. Nach einer weiteren erholsamen Nacht direkt am Strand geht es wieder aufs Wasser. Diesmal mit etwas mehr Wind und einer ordentlichen Portion Mut. Es wird der Tag, an dem die Frage: “Wollen wir ein bisschen experimentieren?” inflationär zum Einsatz kommt. Nicht immer klappt es, aber am Ende zahlt es sich aus: Wir landen auf dem 4. Platz.

Auf das erste Wochenende folgen zwei Tage mit viel Wind – und Spaß. Die Tour rund um Amrum muss wegen ungünstiger Bedingungen leider ausfallen. Die ein oder andere Spritztour über das Wattenmeer lassen wir uns trotzdem nicht entgehen. Es geht nach Amrum und zu den Seehundsbänken.

Danach nimmt der Wind ab und so bleibt auch noch ausreichend Zeit, die Insel selbst zu erkunden. Zu Fuß, mit Bus und oder Fahrrad geht es entspannt Richtung Norden.

Während es am ersten Wochenende noch moderat zuging, wurde es mit 24 Knoten in den Böen etwas unruhiger während der 60 Seemeilen Regatta.

Wer hätte gedacht, dass ein Hobie 16 von einer Welle abheben und mit Vollgas ins nächste Wellental rasen kann…

Es wird gesurft und gekämpft – wir dürfen nicht nur einmal den Freischwimmer üben.

Und verlieren so leider auch zwei Plätze. Nach einem langen Tag geht es für die meisten dann auch schnell zurück in den Sack oder das WoMo.

Am nächsten Tag machen wir die Verluste gut erholt im Watt wieder Wett. Nach zwei Runden um die Muschelbänke landen wir schlussendlich auf Platz 5. Was ein Ritt. Dann heißt es nur noch Boote schieben, heben und müde in den Sand sacken.

Mein Fazit? Sylt ist ein Erfolg. 10 Tage mit Meerblick am Strand einschlafen und aufwachen.

Tolle Natur für Stunden dazwischen. Spannendes Segelrevier. Und sehr viele nette und sympathische Menschen.

Eure Eileen Abert.

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