• IDM HC16 jetzt German Open – alter Termin neuer Ausrichter

    Die Deutsche Meisterschaft in Kiel Schilksee wurde leider abgesagt! Der Grund war die mangelnde Meldezahl da nur die Meldungen zählen, bei denen auch das Startgeld bezahlt wurde. Ist eigentlich bei jeder Regatta so. Der Klub in Schilksee hatte Bedenken, ob wir Segler auch unsere Zahlungsverpflichtungen einhalten werden. Leider also ein klassisches Eigentor von uns allen und wir bedauern die Absage und hoffen, dass der Klub in Zukunft uns als Klasse trotzdem gewogen bleibt.

    Kurzfristig konnten wir als Ausrichter die Segelschule Nordwind gewinnen. Sie werden für uns die German Open der HC16 veranstalten vom 26. bis 28. August 2022. Wir freuen uns riesig über die kurzfristige Möglichkeit und ziehen daher von Kiel Schilksee nach Eckernförde. Viel Spaß an alle, nur neben dem Melden, die Bezahlung nicht vergessen.

    Meldung unter: https://www.raceoffice.org/event.php?eid=31508745162fbb24bab8b7

  • Fleckeby Cat Cup am 18./19.06.2022

    Kurz vor der Sommersonnenwende, wenn Wasser und Luft angenehm warm sind und auch der letzte Segler verstanden hat, dass es aufs Wasser geht, weil keine Ausrede mehr zieht, öffnet der Wassersportverein Fleckeby seine Tore und lädt A-Cat Segler, Hobie 16er und die 14er zum gleichnamigen Cat Cup ein. 

    Auf dem schmalen Streifen des Clubgeländes stehen dann Wohnmobile, Zelte, Trailer, Boote und was sonst noch dazu gehört. Die Katamarane liegen kreuz und quer und es ist fast schwer, den Rasen zu erblicken. So machen es die „Zugereisten Segler” den Clubmitgliedern für dieses Wochenende schwer, an die eigenen Landliegeplätze zu kommen. Aber man kennt sich und wie wir ja wissen, ist auch in der kleinsten Hütte Platz.

    Dieses Jahr können Fritz Rüdiger Klocke als Wettfahrtleiter und sein Team mit jeweils sechs A-Cats und HC16 sowie neun HC14 die Aufnahmefähigkeit des Clubgeländes testen. Alle passen drauf, es ist sogar noch Platz für weitere Boote. Nur für den Fall, dass die Termine für das nächste Jahr noch nicht fest verplant sind. 

    Bei den 14ern können alte Bekannte und neue Mitsegler begrüßt werden. So taucht Broder Diedrichsen nach längerer Abstinenz wieder auf, Krzysztof Baryla hält die polnische Flagge in den Wind und Robert Letsch ist Umsteiger von den 16ern. Die längste Anfahrt hat theoretisch Rolf Neu, der ist aber nach Hohwacht gar nicht erst ins Saarland zurückgekehrt. Ihm macht das Vagabundenleben im Wohnmobil anscheinend nicht nur Spass, er bekommt damit auch besondere Energie, wie wir unten noch lesen können. 

    Martin Degener aus Zülpich vergnügt sich auf einem Boot von Wolfgang Ehrich, der fast um die Ecke wohnt. Tobias Kuhn kommt wie immer in Begleitung seiner Partnerin und zeigt im Laufe der Serie, dass mit ihm in Zukunft zu rechnen ist. Schon alleine, weil er mit seinen geschätzt so um die 50 Lebensjahren neben Broder der jüngste im Feld ist. Fritz Weller hat sich vorgenommen, seine Siegesserie von Dümmer, Hohwacht und Bevertalsperre fortzusetzen. Und ich, noch lädiert von meinem Sturz auf den Allerwertesten in Hohwacht, denke, dass es so schlimm ja nicht werden wird. Das ist ein blöder Irrtum, wie sich auf dem Wasser herausstellt.

    In gewohnt professionell freundlicher Art hat Fritz Rüdiger dann auch für den ersten Wettfahrttag den Wind bestellt, der mit 2 bis 5 Bft. richtungskonstant aus Nordwest mit wenig Drehungen aber deutlichen Böen über die Große Breite Schlei streicht. Geplantsind Up-& Downkurse. Start- und Zeillinie sind gleich hinter dem Leetor und mit achterlichem Wind zu erreichen.  

    Man merkt Fritz Rüdiger seine militärische Herkunft an, er hält die Steuermannsbesprechung um 09:30 Uhr ab. Das unsere Bundeswehr nicht nur aus Laufzettel-verwaltenden Zivildienstverweigerern besteht, zeigt sich hier schon. Militärisch präzise und deutlich macht Fritz Rüdiger den Teilnehmern klar, dass heute fünf Läufe anstünden. Für Morgen sind umlaufende Winde angekündigt, die zudem noch mit heftigem (Gewitter-)Regen gewürzt sein werden. Daher auch Startbereitschaft um 10:30 Uhr.


    Alles kein Problem! Die Startlinie liegt nicht weit vom Ufer entfernt, so dass es mit einiger Verspätung wirklich losgehen kann. Die Luvtonne ist kaum, die kleine Ablauftonne daneben überhaupt nicht von der Startlinie zu sehen. Zweimal hoch zum Luvfass und immer vor dem Wind zurück, dann noch über die Start-/Ziellinie. Alle Klassen segeln den gleichen Kurs.

    Die 14er starten als erste, weil sie die langsamsten sind. Vier Boote machen einen Steuerbordstart und sind genau zum Nullpunkt an der Linie. Broder versucht zwar, die Startlinie mit Power auf Backbordbug entlangzulaufen, traut sich aber nicht, die Linie zu kreuzen. Warum, wird klar, als die Wettfahrt angebrochen wird: Auf dem Startschiff hat man versäumt, die Klassenflagge zum richtigen (Null-)Zeitpunkt herunterzunehmen. Alles zurück und hinten angestellt, jetzt starten die 16er, dann die A-Cats. Danach wir 14er.

    Die Luvtonne liegt auf der Höhe von Borgwedel an einer leichten Landnase. Der erste Schlag kann auf Backbordbug in die leichte Abdeckung durch diesen Landvorsprung  erfolgen. Da ist weniger Welle, prinzipiell etwas weniger Wind und leichteres Wenden anzunehmen. Oder man segelt nach Steuerbord in die „luftigere” unbehindert beblasene Breite Schlei.

    Das Feld teilt sich im ersten Lauf auf dem ersten Schlag hälftig jeweils in eine Richtung. Broder entscheidet sich (natürlich) für die Steuerbordseite, in die Welle und den vermeintlich stärkeren Wind, lässt laufen und fährt den Steuerbordlern davon. Er hat soviel Vorsprung, dass wir “Nachzügler” nicht beurteilen können, ob er vielleicht zu spät umlegt und die Luvtonne anläuft. 

    Denn Friedhelm und Rolf starten den ersten Lauf konventionell. Friedhelm hat den richtigen Lift, ist als erster am Faß und gibt die Führung nicht mehr ab. Broder wird Zweiter, Rolf belegt den dritten Platz. 14er Neuling Robert glaubt auf die zweite Durchfahrt des Gates verzichten zu können. Die Wettfahrtleitung merkt das nicht und er wird als Fünfter geführt, ist aber eigentlich Sechster. Dadurch muss ich den Bericht schreiben. Mache ich übrigens gerne. Da ich nach dem ersten Lauf ausscheide, stammen die weiteren Informationen von Friedhelm.

    Im zweiten Lauf starten Friedhelm und Krzysztof in die freie Schlei, diesmal eindeutig die falsche Seite, während Rolf und Broder ganz konventionell in die ruhigere Ecke fahren. Broder Erster, Rolf Zweiter, Krzysztof Dritter, Fritz Vierter. 

    Fast sieht es so aus, als ob sich unsere Topleute abgesprochen hätten, denn im dritten Lauf siegt Rolf, Friedhelm wird Zweiter und Broder Dritter. Alles sauber gemischt!

    Im vierten Lauf gewinnt wieder Broder, Rolf macht den Vierten, Friedhelm schafft Platz  zwei.

    Vor dem fünften Lauf können alle Drei noch Erster werden. Rolf startet mit Speed und setzt sich schnell von Friedhelm ab. Der fährt erst einmal hinterher, von Land aus gesehen deutlich langsamer. Am Luvfaß hat Rolf noch ein paar Schifflängen Vorsprung, versegelt sich aber etwas später und wird hinter Fritz Zweiter. 

    Broder ist verschwunden und spielt –zumindest in diesem Lauf– keine Rolle mehr. Beim Start hakt er sich in den Trapezgummizug und nicht in den Stahldraht. Das blöde Ding reißt und Broders Boot kippt um. Broder hat sich also selbst aus dem Spiel genommen. Zumindest wissen wir jetzt, dass die Breite Schlei nicht notwendigerweise auch tief sein muss. 

    Friedhelm gewinnt mit sechs Punkten und kann seine Siegesserie um einen weiteren Pott ergänzen, Broder wird mit sieben Punkten Zweiter, ein Punkt mehr hat Rolf als Dritter. Herzlichen Glückwunsch!

    Und die „Hinterherfahrer”? Krzysztof segelt drei Ditte und einen vierten Platz und wird Vierter, Wolfgang dahinter. Robert (6.), Tobias  (7.) und Martin (8.) liefern sich im hinteren Feld spannende Rennen. Und ich als Letzter habe jetzt bis Kellenhusen Zeit, mein tiefes Kreuz zu erholen. 

    Eine gelungene Veranstaltung. Toller Kurs, fantastisches Wetter und eine gute Stimmung an Land. Danke noch einmal an die Wettfahrtleitung, das Team an Land und auf dem Wasser. Wir sehen uns nächstes Jahr wieder.

    Veith Bothmann

    Fotos: Angela Degener

  • Nächstes Nord-Highlight Niendorf Regatta

    Die Niendorf Regatta fand am Wochenende des 02./03. Juli auch in diesem Jahr mit viel Spaß, guter Stimmung und mit 17 Hobie 16 Teams statt. Insgesamt waren  6 Wettfahrten ausgeschrieben, es konnten letztendlich jedoch nur 4 Wettfahrten gesegelt werden.

    Der erste Start war am Samstag um 12 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt wehte auch noch herrlicher Wind und man konnte gut im Doppeltrapez fahren. Über den Tag hinweg wurde der Wind jedoch immer weniger, sodass schlussendlich das letzte und 4. Rennen des Tages gegen 17 Uhr an der Luvtonne aufgrund von zu wenig Wind abgekürzt wurde.

    Abends wurde dank Jens und Nina wieder ein leckeres Grillen für alle Beteiligten veranstaltet.

    Am Sonntag wurde nach langem Warten am Strand mit einem Feierabendbier verkündet, dass nicht mehr gesegelt wird. Die Regatta gewonnen haben Frithjof und Luisa, dicht gefolgt von Detlef und Karen sowie Kerstin und Sarah. Auch die Jugend war wieder stark vertreten und mit dem 11. Platz insgesamt sicherten sich die Schwestern Charlotte und Wiebke den 1. Platz in der Jugendwertung.

    Ein ganz großer Dank geht an Ulrike und Carsten und all die anderen ehrenamtlichen Helfer, die uns diese Regatta am Wochenende wieder so schön ermöglicht haben.

  • Niendorf – 2. Jugend- und Einsteigertraining HC16 und Ranglistenregatta Juni/Juli 22

    Moin Zusammen,

    nach dem tollen Saisonhighlight in Hohwacht bietet der Norden ein zweites Jugend- und Einsteigertraining für den HC16 an. Die SGJ Niendorf und vor allem die Familie Schermer freuen sich auf Euch. Tolles Training und nordisch by nature warten auf Euch.

    Termin: 25./26. Juni 2022

    https://www.raceoffice.org/event.php?eid=87461808261f164d3a3d97

    Und nur eine Wochenende später könnt Ihr das Erlernte gleich bei der Ranglistenregatta HC 16 an gleicher Stelle ausprobieren. Also eine prima Gelegenheit beide Events zu verbinden!

    Familie Schermer freut sich natürlich auf alle anderen Segler und hofft auf ein tolles Teilnehmerfeld ähnlich wie in Hohwacht. Vielleicht lassen sich ja die Meldezahlen noch steigern. 😉

    Eine tolle Möglichkeit sich für die EURO auf der Ostsee vorzubereiten. Auch dänische Gäste sind herzlich willkomen.

    Termin: 02./03.Juli 2022

    https://www.raceoffice.org/event.php?eid=70082725361f165e4da018

  • Volle Wiese in Hohwacht

    Zu Pfingsten pilgerten die Hobie 16-Teams traditionell nach Grömitz, wo die Super-Sail-Tour ihr Saisonopening hatte. Nach Coronabedingter Pause fiel das Wiederanfahren (bislang) aus verschiedensten Gründen schwer. Da bot es sich an, nach anderer Wiese in Strandnähe zu suchen, auf der die Seglerinnen und Segler nebst Anhängen ihre Segelkisten lüften und untereinander ein allgemeines Wiedersehen feiern konnten. Unsere Nordcommodore Horst Miera und Christian Diederich hängten sich rein und wurden fündig: in Hohwacht, in deren Yachtclub sie eh Mitglieder sind und den Pächter der Wiese, bekannt unter seinem Vornamen Birger, seit gefühlt Jahrzehnten kennen. Aber so ist es manchmal mit der Arbeit: es lässt sich leicht an, man rutscht rein in ein Projekt, das bislang nur in den Köpfen war, und dann hat man sie plötzlich an der Hacke, die Arbeit. Zum Glück konnten Horst und Krischan die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen. So halfen viele Mitglieder des Hohwachter Yachtclubs im Hintergrund, um uns am Sonntag mit Kuchen zur Mittagspause oder mit Grillfleisch und Beilagen zum Abend zu verwöhnen. Das Startboot stellte dankenswerterweise wie zuletzt Gunter Fricke. Die Wettfahrleitung übernahm Fritz-Rüdiger Klocke, der die meiste Arbeit damit hatte, Mitstreiter auf der Wiese einzusammeln, denn auch er hat nur zwei Hände, was nicht genügte, um Startuhr zu drücken, Flaggen hoch und runter zu nehmen, Frühstarter aufzuschreiben (ja, die gab es tatsächlich) und Zieleingangslisten zu führen. Hier gilt der Dank stellvertretend auch für alle nicht Genannten Eva Korschinsky und Dichtdran-Schwägerin Tine, Maria Zuchel, Jens Förster und Knud Jansen – ja richtig gelesen, Knud Jansen, denn leider hatte sich unser Vorsitzender bei der Regatta auf dem Dümmer See so unglücklich verletzt, dass er unter den Folgen immer noch leidet und nicht mitsegeln konnte, was ihn am Montag noch mehr leiden ließ, als (endlich) Doppeltrapezwind die Herzen der Aktiven höher, bei einigen sicherlich auch schneller schlagen ließ. Zu guter Letzt hatten Horst und Krischan noch den DLRG engagiert, die mit neuem Team anrückte, was erst einmal eine Einführung in die Frage erforderte, was im Fall der Kenterung zu tun ist. Sebastian Tietzsch hatte die Aufgabe übernommen und sicherlich im Bravour erledigt. Vorsorglich sahen die Seglerinnen und Segler dann aber doch davon ab zu kentern, so dass nicht erkennbar wurde, ob Sebastians Ratschläge hängen blieben oder nicht. Trotzdem vielen Dank auch dafür. So, jetzt habe ich bestimmt noch andere helfende Hände vergessen zu erwähnen, allein schon, weil ich selbst ja auch nur Gast war, der die Früchte der Arbeit des ganzen Orga-Teams genoss. Man muss sich aber selbst immer wieder kneifen, damit man als Segler nicht das, was die Veranstalter einer solchen Regatta leisten, als Selbstverständlichkeit oder als das hinnimmt, was man ja für sein Startgeld erwarten dürfte. Das Startgeld deckt die Kosten, entlohnt aber nicht für den Aufwand, der ehrenamtlich oder spontan freiwillig erbracht wird. Und in den letzten zwei Jahren dürfte jeder verständige Zeitgenosse gelernt haben, dass selbstverständlich gar nichts ist. Von daher erfüllt es mich mit großer Dankbarkeit, dass es viele fleißige Hände gibt, die uns Seglern ein solches schönes Event bieten.

    Apropos Event: das eigentliche Event fand auf dem Wasser statt, wie es sich für eine Regatta gehört. Zwischen den 16-er Teams wuselten 1 14er-Seglerin und – leider nicht allzu viele – 14er-Segler herum, die um einen gefühlt tonnenschweren Wanderpokal kämpften, der dem oder der Deutschen Besten umgehängt werden sollte. Allein schon wegen des Pokals wäre das für mich ein Grund, allenfalls Zweiter zu werden. So dachte es sich sicherlich auch die erwähnte 14er-Seglerin: Tanja Rindt begnügte sich, die Verfolger in Schach zu halten, um sicher und souverän den zweiten Platz einzufahren. Vielleicht galt aber ob des Pokalgewichts auch das Motto, dass derjenigen, der den Wanderpokal anschleppt, ihn auch wieder wegschleppen muss. Das würde erklären, warum Friedhelm Weller seinen Titel erfolgreich verteidigte. Die bessere Erklärung dürfte aber sein, dass er nach 7. Wettfahrten überhaupt nur 11 Punkte auf dem Konto hatte, weshalb er die 8. Wettfahrt an Land nutzen konnte, um Kraft für das Wegschleppen des Wanderpokals zu sammeln. Und wenn nicht Friedhelm oder Tanja Wettfahrten gewannen, so waren das Veith Bothmann, der das IDB-Bronze einsammelte, und Klaus Zuchel, den seine Erfahrung aus vermutlich 50 Jahren Hobie 14-Segeln auf den vierten Platz brachte. Ihnen und allen Platzierten der Hobie 14-IDB gratuliere ich zu ihren Erfolgen.

    Bei den 16ern waren 31 Teams angetreten. Krankheitsbedingt, auch Coronabedingt – ja, Corona gibt es noch! –  fehlten leider weitere Teams, aber mit 31 Booten an der Startlinie war schon ansprechend Betrieb auf dem Wasser. Gut gefallen haben mir die Jugendteams, die bei den seglerisch nicht ganz einfachen Bedingungen – Samstag segeln mit fast ohne Wind, Sonntag segeln mit wenig Wind, Montag segeln mit böigem, drehendem Wind – gut mithielten. Noch besser würde mir gefallen, wenn die Jugendteams noch offensiver so Könner wie Detlef Mohr ansprechen mit so einer gar nicht so blöden Frage: wie hast du das gemacht? Detlef mit Stammvorschoterin Karen Wichardt machten es am besten, das Team Stefan Rumpf/Ulla Becker am Zweitbesten, und spätestens ab Platz 3 gab es Arbeit und Redebedarf, Arbeit an sich selbst und Reden mit Detlef: wie machst du das eigentlich? Im Austausch liegt das Potential, besser zu werden. Und dann heißt es üben, üben, üben. Dazu habe ich in einem Beitrag von Gianmarco Gini, der gerade italienischer Meister geworden ist, einen schönen Satz gelesen, den er von seinem Trainer zu hören bekam: „Medaillen werden im Training gewonnen, bei Regatten geht man sie abholen“. Nun gut, nicht jeder hat Gelegenheit zu trainieren. Wer sie aber hat, sollte sie nutzen, auch bei Bedingungen, wie wir sie am Samstag und Sonntag hatten. Ich glaube, niemand hat gesagt, dass das spaßige Segeltage waren. Es ist ja in Ordnung, wenn bei 6 Knoten Wind gesegelt wird, aber dann muss doch bitteschön das Wasser glattgebügelt sein. Mit diesen kleinen fiesen Wellen der Ostsee aber zu recht zu kommen, muss man üben. Sabine und ich sind für die Übungseinheiten am Samstag und Sonntag sehr dankbar, auch weil Detlef wertvolle Tipps gab, die wir jetzt nur noch umsetzen müssen, was ja wohl ganz einfach sein sollte, so selbstverständlich, wie Detlef sich durch die Wellenhügel mogelt. Wer die Wellen lieber mit Druck nimmt, kam am Montag auf seine Kosten. Leider waren nur 8 Wettfahrten ausgeschrieben, weshalb nach insgesamt 7 Wettfahrten an den Vortagen nur noch 1 Wettfahrt am letzten Tag zu segeln war. Es hätte sicherlich allen Teams gefallen, wenn am Montag noch mehrere Läufe hätten stattfinden können. Daher rege ich an, dass in der Ausschreibung bei einer dreitägigen Regatta nicht nur 8, sondern gleich 12 Wettfahrten ausgeschrieben werden, damit die Möglichkeit besteht, bis zu dem in der Ausschreibung festgeschriebenen letzten Startzeitpunkt möglichst viele Wettfahrten zu absolvieren. Ich werde die Anregung im nächsten Frühjahr wiederholen, denn schon jetzt steht fest: nach diesen schönen drei Tagen in Hohwacht werden wir im nächsten Jahr ganz sicher wieder dabei sein wollen. Jetzt freue ich mich erst einmal auf die Euro in Travemünde. Dann heißt es wieder: Ostseewelle!

    Dieser Bericht kann nicht enden, ohne anzureißen, was einen eigenständigen Artikel verdient. Die Siegerehrung nutzte unser 1. Vorsitzender nämlich zu einer ganz besonderen Ehrung, wie sie im Filmbusiness üblich ist und nun auch Einzug in unsere Leben als Hobiefamilie hielt: die Ehrung für das Lebenswerk. Sie erhielt Andreas Martens. Er hatte vor der Regatta seine Teilnahme leider absagen und für sich die Entscheidung treffen müssen, seine aktive Zeit als Regattasegler zu beenden. Er hatte es sich aber nicht nehmen lassen, am Wochenende dabei zu sein. Und so galt es, Andreas für seine unermüdliche Nachwuchsarbeit zu danken, die er in seiner Freizeit leistete, um Jugendliche für das Hobiesegeln zu begeistern, sie zu fördern und ihnen ein väterlicher Ansprechpartner zur Seite zu stehen. Legendär war sein Bootsanhänger, auf den so viele Boote passten, dass ich mich immer fragte, wie der Anhänger eine Straßenverkehrszulassung bekommen konnte. Andreas schaffte das, und schaffte vieles, was fünf von uns nicht geschafft hätten. Als Geschenk erhielt Andreas vorab eine von allen Seglerinnen und Seglern signierte Hobie-Fahne. Das Buch „HOBIE – MASTER OF WATER, WIND AMD WAVES“ (von Paul Holmes) wird folgen. Andreas kündigte schon an, die Fahne in seinem Refugium an der Müritz aufzuhängen, wo er dann auch Zeit und Ruhe haben wird, in dem unterhaltsamen Buch zu lesen und zu blättern – wenn er nicht gerade mit seiner Anke auf dem 16er die Müritz besegelt.

    Euer Ingo Delius

  • Surendorf 2022 – Zwischen Wenn die Kühe von den Deichen… und Still ruht der See bzw. Meer

    Die erste Regatta im Norden, der Nordwind Spring Cup, fand am 28. und 29. Mai´22 in Surendorf in der Eckernförder Bucht statt. 13 Hobie 16 Crews kamen beim Nordwind Wassersport e.V. zusammen. Erwähnenswert ist hierbei, dass darunter 6 reine Jugendteams waren, wovon 5 direkt aus dem Surendorfer Verein kommen. Für viele Seglerinnen und Segler war es durch die lange Coronasegelpause die erste Regatta seit langer Zeit und entsprechend groß war die Freude auf ein paar schöne Wettfahrten mit mehreren Schiffen auf der Bahn. Zusätzlich zur eigentlichen Regatta wurde vom Verein an den beiden Tagen vorher ein freies Training angeboten, was wegen des schlechten Wetters, natürlich vor allem wegen des zu starken Windes, allerdings von keiner Crew wahrgenommen wurde.

    @Quelle: Windfinder.com

    Leider zogen dann auch am gesamten Samstag so heftige Regenschauer mit ebenso heftigen Sturmböen über Schleswig-Holstein hinweg. Bei einem Grundwind von 6 Windstärken hat die Regattaleitung dann vernünftiger Weise entschieden, die Seglerinnen und Segler nicht auf die aufgewühlte Ostsee hinauszuschicken. Hätte man allerdings gewusst, dass am Sonntag, wegen des nun wiederum zu wenigen Windes, nur 1 Wettfahrt möglich sein würde, hätte man vielleicht doch anders entschieden. Aber hätte, hätte…

    Gewonnen haben diese eine Wettfahrt und somit auch die erste Regatta des Nordens Stefan Rumpf und seine Vorschoterin Ulla Becker. Auf Platz 2 folgten Christian Diederich mit seiner Vorschoterin Luisa Lückel und auf Platz 3 folgte das Team Michael Kuhles/Ranis.

    Beste jugendliche Teams wurden mit Platz 7 Eske und Stina Schermer, Lukas Riepe und Mats Taube auf Platz 9 und Ben Jochims mit Ole Jochims auf Platz 11.

    Für das leibliche Wohl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgte der Verein mit Grillwürstchen und Grillfleisch sowie selbstgebackenem Kuchen.

    Wir sagen DANKE an den Nordwind Wassersport e.V. für die Ausrichtung der Regatta und der beispielhaften Jugendarbeit!

  • Meldeportal zu unserer Heim Euro 2022 ist geöffnet

    Die Multi-Europeans im Rahmen der Travemünder Woche nehmen Fahrt auf. Im April wurde das Meldeportal auf manage2sail.com (https://www.manage2sail.com/de-DE/event/a61ed22e-c817-459a-8a58-9188a8098163#!/) geöffnet, die ersten Meldungen sind bereits eingegangen.

    Sechs Titel werden vom 23. bis 31. Juli in der Lübecker Buchts ausgesegelt. Neben den Hobie Dragoon und Hobie 14 sind vier Meisterschaften bei den Hobie 16 (Open, Spi, Masters, Youth) ausgeschrieben. Mit der gleichzeitig ausgetragenen WM der Formula 16 entwickelt sich die TW in diesem Jahr zu einem echten Katamaran-Event. Das spiegelt sich auch im Plakat wider, das seit 25 Jahren von Maritim-Künstlerin Frauke Klatt entworfen wird. Denn für die 2022er-Version des Gemäldes zieren die Hobie 16 das Plakat.

    Für unsere Jugend hält die Euro weitere Überraschungen bereit. Es wird dieses Jahr im Rahmen der Jugendwertung mit Spi eine zusätzliches Jugendevent ohne Spi angeboten und gewertet und das Alter für Jugendliche wird bei dieser Euro U23 sein. Wer hier nicht startet und tolle Erfahrungen sammelt ist selber schuld. Die diesbezüglich geänderte NOR könnt Ihr ab Mai abrufen.

    Die Hobie-Kats werden auf der weitläufigen Fläche des Priwall-Strandes stehen, der ein leichtes An- und Ablanden möglich macht. Zudem bietet der direkt benachbarte Passathafen diverse Gastronomie-Möglichkeiten. Und die extra für die EM ausgewiesene Stellplatzfläche ist fußläufig (ca. 500 m) zum Strand erreichbar.

    Die vergünstigte Meldegebühr gilt bis Ende Mai. Neben dem anspruchsvollen Segeln auf den Bahnen der Lübecker Bucht sind durch den Veranstalter ein Eröffnungsabend, ein Meisterschaftsempfang auf der Viermastbark Passat sowie die verschiedenen Siegerehrungen geplant. Dazu will die KV für weitere gesellige Abende sorgen.

    Also, auf geht’s: Meldungen für die EM in heimischen Gefilden sind erwünscht!

  • Hobie 16 Jugend- und Einsteigertraining im Norden 2022

    Endlich geht es auch wieder im Norden los! Der Yachtclub Scharbeutz Ostsee e.V. lädt alle Jugendlichen und Junggebliebene am Wochenende vom 14. bis 15. Mai 2022 in die Lübecker Bucht ein endlich einmal das Katamaranseglen kennenzulernen und Euch für den Hobie 16 zu begeistern. Melden könnt Ihr unter manage2sail. Auf, auf in knapp 3 Wochen wird gestartet.

    https://www.manage2sail.com/de-DE/event/99222e7f-855d-4ee1-9536-f60421dc8d8c#!/

  • Obacht, Regatta in Hohwacht!

    Für uns ging es am ersten September-Wochenende zur ersten Regatta des Jahres. Eingeladen hatte die Deutsche Hobie Cat Klassenvereinigung in Person unseres Commodore Nord, über den noch einige zu sagen sein wird. Uns stand wieder die Wiese zur Verfügung, die eigentlich auf dem Gebiet der Gemeinde Seelendorf gelegen ist, von ihr aber vertrauensvoll in die Obhut von Birger Rosenbrook – besser bekannt als Birger -, gegeben ist. Und Birger war wie immer unserem Sport äußerst aufgeschlossen – gegen eine kleine Gebühr je Teilnehmer, was ich für vollkommen in Ordnung halte, denn wie immer durften wir Toiletten und Duschen seiner Segelschule mitbenutzen und hatten viel Platz auf der Wiese und wunderschönen Blick auf die Hohwachter Bucht, was unbezahlbar ist – bei den auch in Hohwacht explodierenden Immobilienpreisen.

    Wie angekündigt mache ich mal mit Horst Miera – besser bekannt als Horst – weiter. Es ist schwer in Worte zu fassen, was Horst für uns vorbereitet hatte. Mit von ihm gewohnter stoischer Ruhe, die sonst die Frage provoziert hatte, ob heute noch etwas passiert, hatte er die Veranstaltung geplant, die Helfer und Unterstützer ins Boot – im wahrsten Sinne des Wortes, dazu gleich mehr – geholt, Utensilien wie Flaggen besorgt – die schwarze Flagge war zum Glück von uns Seglerinnen und Seglern vergriffen, auch dazu gleich mehr –, und schlussendlich auch noch die Wettfahrtleitung übernommen, nachdem Rolf Prosch kurzfristig hatte absagen müssen. Lieber Horst, das hast du alles super gut gemacht. Vielen, vielen Dank dafür!

    Gesegelt wurde auch. Und das hatte wir nicht nur Horst, sondern auch Gunter Fricke zu verdanken. Gunter stellte nicht nur sich, sondern auch sein Motorboot als Startschiff und sein Schlauchboot als Tonnenleger zu Verfügung. Ganz herzlichen Dank dafür, lieber Gunter.

    Am Samstag sollte der Wind von West auf Ost drehen und ab 17:00 Uhr auffrischen. Da waren sich die Wetterdienste recht einig. Und wer lesen kann, kann auch auf die richtige Seite segeln, war unsere Überzeugung: dreht der Wind rechts, fahre rechts. Und so waren wir, aber auch Knud und Emma nach dem ersten Start rasch auf die rechte Seite gewendet. Und dann mussten wir feststellen: lesen allein genügt nicht, wenn die Windvorhersage nicht passt. Statt nach rechts drehte der Wind nach links zurück. Und so waren wir auf der rechten Seite schlecht aufgehoben. Den Linksdreher auszuwenden, lohnte leider nicht, weil der Kurs etwas klein war und das Startschiff in der Mitte der Regattabahn lag. Dass deshalb die Startkreuz arg kurz war, sah leider nur auf dem Papier nach einem kleinen Vorteil aus. Denn den Vorteil, dass der Dreher sich bei kurzer Kreuz nicht so stark wie bei langer Kreuz auswirken dürfte, kompensierte der Herrscher über Wind, Welle und Seglerglück, indem der Linksdreher einfach noch einmal 10 Grad wuchtiger ausfiel. Wir nahmen es mit Humor und als Lehre für die anstehende Europameisterschaft mit: nicht so viel denken. Die zweite Wettfahrt lief dann schon erheblich besser. Doch während wir uns mit dem bei Leichtwind sehr schnell segelnden Team Frank Lampe und Franzi Fiedler herumschlugen, fuhren Kerstin Wichardt und Knut Westergaard als lachende Dritte auf dem letzten Schenkel an uns vorbei – einfach so. Wir freuten uns mit ihnen und nahmen als Lehre mit: schwerere Teams wie wir müssen auf der Kreuz einen größeren Vorsprung erarbeiten. Die dritte Wettfahrt war dann ein Fiasko – schon beim Start. Beim Kampf um die wegen des Linksdrehers bevorteilte Position am Ende der unverändert liegenden Linie konnten wir Ulf Hahn und Maxi Fuhr von der Poolposition verdrängen, was sie dann nach schneller Halse zu einem Start auf Backbordschlag (althergebracht auch Steuerbordstart genannt) und anschließendem Start-Ziel-Sieg nutzten, während wir wegen des arg spitzen Winkels, mit dem auf Steuerbordschlag die Linie zu queren war, die Lücke zur Starttonne nicht zugefahren bekamen und dann ei dem Bemühen, die Starttonne berührungsfrei zu passieren, von oben überlaufen wurden. Wir nahmen es mit Humor als Lehre mit: Pinnend ist nicht gut, wenn man überlaufen wird. Und dann war der erste Wettfahrttag auch schon vorbei – und wir ein wenig geschafft, denn bei dem schwachen Wind hatten wir uns geschmeidig an Bord bewegen müssen, und dazu mussten wir feststellen, dass die Gelenke etwas eingerostet und die Muskeln, soweit sie noch vorhanden waren, arg verkürzt waren. Bewegungen wie die beim Schwachwindsegeln waren wir nicht mehr gewohnt, und unser Wohnzimmer werden wir jetzt auch nicht umbauen, um das bei der Wende unter dem Baum hindurchschlüpfen zu üben.

    Um 17:30 Uhr, also mit leichter Verspätung und nicht ganz so aus Ost wie angekündigt, kam der Wind. Die Nachwuchs-Teams gingen gleich wieder raus und heizten noch einmal ne gute Stunde über das Wasser. Das gefiel mir sehr gut, denn bei aller grauer Theorie ist Segelpraxis durch nichts zu ersetzen. Diese „time on water“ nahmen sich auch noch einmal Ulf und Maxi. Für die jüngeren Leserinnen und Leser unter uns will ich daran erinnern, dass Ulf und Maxi schon einmal vor Jahren, vor vielen Jahren gemeinsam sehr erfolgreich gesegelt hatten. 2005 waren sie Vize-Europameister geworden, und auch danach hatte sie viele große Erfolge, bis Beruf und Familie andere Prioritäten setzen ließen. Und jetzt sind sie wieder da, wie ABBA.

    Irgendwann war dann am Samstag für alle Schluss mit Segeln. Es wurde gegrillt, geschnackt und zusammengehockt. Schön war es.

    Am Sonntag ging es dann raus zum Doppeltrapezsegeln. Die Startlinie lag für uns Segler suboptimal: der Start am Schiff war schwer bevorteilt. Und bei solcher Linie lassen sich die Boote auch nicht wirklich gut vor der Linie parken. Und so kam es, wie es aus vieler Seglersicht kommen musste: ein Frühstart reihte sich an den anderen. Zum Glück hatte Horst die schwarze Flagge nicht einkaufen können, sondern nur die Flagge U dabei. Flagge U half aber nicht wirklich. Als Sabine und ich es wagten, den Wettfahrtleiter darauf anzusprechen, das Dreieck etwas größer zu legen, weil nach erstem Frühstart einige Segler nur die Luvtonne, nicht aber den ersten Hilfsstander im Blick hatten und binnen 8 Minuten das erste Dreieck abgesegelt hatten, hörten wir die Worte des Tages: Lernt ihr erst einmal zu starten! Lieber Horst: meintest du ihr Segler, oder meintest du etwa ihr, die ihr mich hier anquatscht? Wir nahmen es nicht persönlich, denn bei den 5 oder 6 Frühstarts waren wir allenfalls zwei- oder dreimal dabei, zu früh über der Linie zu sein, und das war wirklich gut im Kreise der Wettbewerber. Nachdem Carsten Schermer die Starttonne kurzerhand an Bord seines 16er genommen und gefühlt 100 m nach Luv gefahren hatte, schaffte es das Feld dann doch, regelkonform zu starten. Die erste Wettfahrt des Tages lief für uns super, wenn da nicht gewesen wäre, dass ich beim Halsen um die Leetonne den Halsenradius überschätzte und nach der Halse statt unter der Tonne mitten auf der Tonne herauskam. Wir nahmen es mit Humor und als Lehre mit: so eine Tonne unter dem Hahnepott herauszudrücken und danach eine Strafkringel zu fahren, hält auf. Spaßig ging es dann auch in den beiden letzten Wettfahrten weiter. Hervorheben möchte ich einen 4. Platz von Mats Taube und Lukas Riepe in der 5. Wettfahrt, die damit schon einmal haben aufblitzen lassen, dass sie mit guter Geschwindigkeit und schnellen Manövern vorne mitmischen können.

    Zur Siegerehrung musste Horst feststellen, dass er seine Brille verlegt oder gar verloren hatte. Er erteilte daher Carsten Schermer das Wort. Carsten nämlich hatte den Part übernommen, die Veranstaltung auf raceoffice anzukündigen, die Ergebnisliste zu erstellen und verkünden sowie schlussendlich bei raceoffice einzugeben. Danke dafür, lieber Carsten. Das letzte Team, das Carsten nach vorn zur Siegerehrung bat, waren Ulf und Maxi. Es läuft schon wieder ganz gut bei ihnen, wie bei ABBA. Herzlichen Glückwunsch, den Erstplatzierten und eigentlich uns allen, denn für uns alle war das Wochenende ein voller Treffer ins Schwarze.

    Ich wünsche allen noch eine schöne Restsaison und freue mich auf ein Wiedersehen spätestens in Hohwacht im nächsten Jahr!

    Ingo Delius

  • CAT-CUP Fleckeby

    Fünf 14er-Segler hatten sich in den fernen Norden an die Schlei aufgemacht, um Präsenz und Interesse der 14er-Szene an Ranglistenregatten zu bekunden. Martin, Klaus und Rolf hatten mit ihren Frauen ihren Urlaub entsprechend geplant und reisten schon Montag direkt nach der IDB nach Fleckeby weiter. Schönes Wetter und wenig Wind erlaubten dann Urlaubsfeeling mit entsprechenden Unternehmungen: Sightseeing, Radfahren, Grillen und Chillen, auch in anderen Reihenfolgen.


    Zum Wochenende gesellten sich noch Wolfgang und Fritz zu den Dreien. Zwar hatte Veit sein Kommen angekündigt, doch eine Hexe schoss ihm arglistig in den Rücken – aus dem Segeln wurde es dann nichts. Pünktlich zum Regattastart legte der Wind zu und am Samstag konnten dann problemlos 3 der geplanten 5 Läufe bei 2-3 Bf absolviert werden. Zeitlich wäre ein 4. Lauf noch locker drin gewesen, doch die Regattaleitung erwartete für Sonntag Wind von 4-6 Bf und wollte den Hobieisten die Chance eröffnen, ihr Können auch bei entsprechenden Herausforderungen durch Wind und Welle unter Beweis zu stellen. Am Abend gab es natürlich unter der Pergola schmackhaftes Essen und entsprechende Getränke, was alle Segler gern genossen. Am Sonntag dann der angekündigte Wind. Endlich Trapezsegeln! Im 4. Lauf waren drei Runden angezeigt. Fritz bestätigte seine Platzierung vom Vortag. Da Wolfgang Sand im Getriebe, besser in der Teleskoppinne hatte, musste er entnervt aufgeben, Trapezsegeln war damit nicht möglich. Rolf konnte dies für sich nutzen (mit dem 2.), rückte teilweise Fritz dicht auf die Pelle, und ersegelte sich damit den Gesamtzweiten. Dass Klaus lieber Kiesgruben als große Wasser absegelt, gab er unumwunden zu. Die fehlenden Schenkel bei den Up-and-Down-Kursen nervten ihn zudem. Der 5. Lauf war dann von einmütiger Solidarität geprägt: Nach Absprache verzichteten alle am Start verbliebenen 14er- Recken auf den 5. Lauf, planten dafür ihren Streicher und verzichteten auf den Kampf mit Böen und Wellen. Auf dem Weg zurück in den Hafen hatte Martin erstmals die Nase vorn: es geht doch!

    Natürlich war das vorzeitige Abreisen der weitgereisten Klaus und Fritz dem Veranstalter gegenüber unhöflich. Ihr Verhalten schien jedoch angesichts der von ausgeprägten Staus begleiteten Heimreise von 6 und 9 Stunden nachvollziehbar. Und sie werden nächstes Jahr wieder kommen, denn Fleckeby war wieder einmal die Reise wert.

    (Autor: Fritz Weller)

  • Baltic Race Hohwacht am 4./5. September

    Moin liebe Segler,

    am Wochenende vom 4. und 5. September werden wir auch dieses Jahr wieder ein Event für HC14 und HC16 in Hohwacht durchführen. Es kann wie gewohnt auf der Wiese gecampt werden und Samstag wird gegrillt.

    Wir freuen uns auf eure Meldungen

    Euer Nordteam

  • Melden Für Cat Cup Fleckeby II am 11./12. September

    Hallo zusammen,

    jetzt soll es endlich losgehen!
    Nachholen, was uns die letzten Monate gefehlt hat: grillen, chillen, segeln und Freunde treffen! Wir haben viel nachzuholen.
    Am Wochenende vom 11. und 12. September auf der Großen Breite der Schlei in Fleckeby ist das möglich. Gleichzeitig könnt Ihr unser neues, kurz vor der Vollendung stehendes Vereinsheim erleben.
    Um uns mehr Planungssicherheit zu geben, wäre es toll, wenn Ihr bereits jetzt melden würdet.


     Schöne Grüße  

    Fritz-R. Klocke

  • Absage Cat-Festival Sylt 2021

    Leider haben wir von unseren Freunden aus Sylt die Nachricht erhalten, dass das legendäre Cat-Festival 2021 nicht stattfinden wird. Wir bedauern dies als KV sehr, können aber die Beweggründe nachvollziehen und hoffen auf 2022.

    Der Verein bietet ein alternativ Programm, was ihr aus der offiziellen Absage erfahren könnt.

    “Liebe Segelfreunde,

    bis zuletzt haben wir noch geschwankt und versucht es möglich zu machen- aber schweren Herzens müssen die Segelwoche mit den Regatten Super Sail Sylt vor Hörnum, dem Rahmenprogramm mit den Touren und Spaßregatten während der Woche und die Regatta “60 Seemeilen vor Sylt” für 2021 offiziell absagen. Aufgrund der durch Corona bedingten Rahmenbedingungen ( u.a. Testzentrum auf den sonst genutzten Stellplätzen) konnten wir leider nicht wie sonst das Event planen. Bei schon erfolgten Meldungen werden wir mit Euch Kontakt aufnehmen. Wir hoffen mit viel Schwung dann im nächsten Jahr 2022 wieder an den Start gehen zu können. Besucht uns trotzdem gern- unsere Vereinsterrasse mit dem traumhaften Ausblick ist jetzt wieder geöffnet . Für alle Segler besteht die Möglichkeit nach Rücksprache Gastliegeplätze am Oststrand vor dem Clubhaus zu nutzen. Nach Interesse wird am Wochenende 30.7./1.8. eine kleine offene Cat-Regatta für Mitglieder und Freunde angeboten. Herzlichst Eure Regatta-Organisatoren des SCC”

  • Erfolgreiches Jugendtraining in Niendorf

    Am Wochenende haben sich 26 Jugendliche in Niendorf zusammengefunden, um gemeinsam aufs Wasser zu gehen. Unter Anleitung von Detlef, Knud, Andreas und Carsten konnten bekannte aber auch viele neue Gesichter ihr Leichtwindkönnen bei bestem Sommerwetter unter Beweis stellen.
    Vielen lieben Dank an das Organisationsteam – im besonderen Carsten und Ulrike – , die Trainer und alle Helfer, die an dieser gelungenen Veranstaltung beteiligt waren.
    Ich freue mich viele von euch bei der Regatta dieses Wochenende in Niendorf wiederzusehen!

  • Niendorf ist bereit für Saisonstart im Norden

    Einige haben das Wochenende bereits für ein kleines privates Training oder einen Hobie Ausflug nutzen können. Im Norden sieht auch alles danach aus, als könnte die Saison auch offiziell mit der Regatta in Niendorf am 03./04. Juli endlich starten. Gemeldet werden kann hier:
    https://www.raceoffice.org/event.php?eid=47975022960905310e1ee5

    Jugend und Junioren aufgepasst: Der Cat Cup ist die Landesjuniorenmeisterschaft für Schleswig-Holstein für alle Segler des Jahrgangs 1993 und jünger. Junioren aus allen Regionen sind herzlich willkommen und bekommen einen Fahrkostenzuschuss von der KV!
    Zusätzlich gibt es am Wochenende dafür ein Trainingslager für alle Erfahrungsstufen. Ihr könnt mit und ohne Boot melden. Mit einer baldigen Meldung helft ihr die Organisation zu unterstützen. Gemeldet werden kann hier:
    https://www.raceoffice.org/event.php?eid=12141690056090579c7e33f

    Bis bald auf dem Wasser!

  • Nordwind Spring Cup wird verschoben!

    Wie es bereits zu erwarten war, muss nun leider auch der Nordwind Spring Cup am Pfingstwochenende in Surendorf abgesagt werden.

    Wir bemühen uns um einen neuen Termin im Herbst und hoffen, dass wir dann wieder an den Start gehen können.

  • Fleckeby verschoben auf September

    Liebe Segler,

    leider muss die erste Regatta im Norden abgesagt werden. Fleckeby kann am Wochenende vom 15.5.-16.5. nicht stattfinden und wird in den September verschoben. Über die genaue Planung informieren wir euch weiterhin über den Eventkalender.

    Euer Commodore Nord

  • Regatten im Norden

    Moin,

    durch die Absage von PRO-SAIL in diesem Jahr ist es notwendig geworden die Termine neu zu vergeben.Wir werden an Vatertag in Fleckeby starten, eine Woche später geht es Pfingsten in Surendorf weiter und Niendorf hat denTermin auf den 03.07 u. 04.07. verlegt.

    Die aktuellen Termine sind auch im Regattakalender ersichtlich.

    Liebe Grüße

    euer Commodore Nord

  • Jugendtrainingslager Niendorf

    Die Vorbereitungen für die neue Saison sind im vollen Gange. Für die Jugend ist ein tolles Event in Niendorf mit Trainer Detlef Mohr am 25.06-27.06. geplant. Neben dem Training für alle Erfahrungsstufen freuen wir uns endlich wieder auf ein Miteinander ganz nach dem Hobie Way of Life. Offizieller Trainingsbeginn ist am Samstag, der Freitag kann bei Interesse aber sehr gerne als weiterer gemeinsamer Segeltag genutzt werden.
    Wir hoffen auf Teilnehmer aus allen Regionen!
    Bei Fragen oder Anmerkungen meldet euch gerne bei Carsten Schermer.
    Wir freuen uns schon auf den Sommer!

  • Hohwacht – verschoben und ganz anders

    Wie das momentan leider häufig ist, ändern sich Informationen und Absprachen ständig. Für die Veranstaltung in Hohwacht können daher keine Wohnmobil- und Zeltplätze zur Verfügung gestellt werden und außerdem ist eine maximale Anzahl von 35 Teilnehmern erlaubt. Dementsprechend muss der Rahmen der Veranstaltung stark reduziert werden.
    Um den Veranstaltungen in Dänemark (30.07.-02.08 – es kann noch gemeldet werden, die Dänen freuen sich auf uns) und Polen (05.-09.08.) damit nicht im Wege zu stehen ist das Segeln in kleiner Runde in Hohwacht für den 15./16.08. geplant. Meldet euch bei Interesse auch ohne “Campground” bei eurem Kommodore Nord.

    Als Ersatzveranstaltung ist eine zweite Regatta in Surendorf am 29./30.08. geplant zusätzlich zu der bereits angekündigten am 26./27.09.

  • Norden erfolgreich in die Saison gestartet

    In der Region Nord konnte nach einem wind- sowie kenterreichen Trainingswochenende für die Jugend die erste Hobie 16 Regatta ausgetragen werden. Sehr wechselnde Windbedinungen machten das Segeln anspruchsvoll, dabei zeigte sich, wer über die Coronazeit am wenigsten aus dem Training gekommen ist: Jens Goritz und Katrin Wiese-Dose gewannen mit einer beeindruckenden Serie vor Detlef Mohr und Karen Wichardt auf dem zweiten und Christian Diederich mit Christina Schober auf dem dritten Platz.
    Besonders toll war auch die wiederholt starke Teilnehmerzahl von Jugendlichen und Junioren. Dominiert von den dänischen Teams gewannen in dieser U23-Wertung Mikkel Stampe Nielsen und Emma Hansen vor Calle Hulthin Sørensen mit Emilie Andersen und Eske und Stina Schermer in dem 10 Teams starken Feld.
    Die Ergebnisse findet ihr in unserem Eventkalender.

    Ein riesen Dankeschön geht an Ulrike und Carsten Schermer und Karsten Stümpel von der SGJ Niendorf sowie alle Helfer für ein tolles Event in dieser merkwürdigen Zeit!
    Bleibt gesund und bis bald wieder auf dem Wasser!

  • Niendorf – Jugendtrainingslager und Regatta im Juli

    Meldemöglichkeiten sind online!

    Am 4./5. 07. richtet die SGJ Niendorf ein Trainingslager für die Jugend aus, am Wochenende danach, den 11./12. 07. findet die Ranglistenregatta statt. Aufgrund der Corona-Lage wird das Rahmenprogramm schlank gehalten, dem Spaß auf dem Wasser steht aber nichts im Wege.
    Ausschreibung und Meldemöglichkeit findet ihr auf Raceoffice oder über unsere Veranstaltungen.
    Wir freuen uns die Saison im Norden beim Ausrichter der letztjährigen Deutschen Meisterschaft starten zu können!

  • Super Sail Tour – Events abgesagt

    ,,Heute haben uns die Gemeinden mitgeteilt, dass die Super Sail Tour 2020 in Grömitz, Kellenhusen und Heiligenhafen wegen der CORONA Maßnahmen abgesagt sind. 2021 sind wir wieder bei Euch am Start.

    Es tut uns sehr leid, aber wir haben es kommen sehen.

    Leider musste ProSail die ersten drei Veranstaltungen der Super Sail Tour 2020 gestern absagen. Wir freuen uns aber schon auf die nächste Saison!

  • IDM HC16 jetzt German Open – alter Termin neuer Ausrichter

    Die Deutsche Meisterschaft in Kiel Schilksee wurde leider abgesagt! Der Grund war die mangelnde Meldezahl da nur die Meldungen zählen, bei denen auch das Startgeld bezahlt wurde. Ist eigentlich bei jeder Regatta so. Der Klub in Schilksee hatte Bedenken, ob wir Segler auch unsere Zahlungsverpflichtungen einhalten werden. Leider also ein klassisches Eigentor von uns allen und wir bedauern die Absage und hoffen, dass der Klub in Zukunft uns als Klasse trotzdem gewogen bleibt.

    Kurzfristig konnten wir als Ausrichter die Segelschule Nordwind gewinnen. Sie werden für uns die German Open der HC16 veranstalten vom 26. bis 28. August 2022. Wir freuen uns riesig über die kurzfristige Möglichkeit und ziehen daher von Kiel Schilksee nach Eckernförde. Viel Spaß an alle, nur neben dem Melden, die Bezahlung nicht vergessen.

    Meldung unter: https://www.raceoffice.org/event.php?eid=31508745162fbb24bab8b7

  • Fleckeby Cat Cup am 18./19.06.2022

    Kurz vor der Sommersonnenwende, wenn Wasser und Luft angenehm warm sind und auch der letzte Segler verstanden hat, dass es aufs Wasser geht, weil keine Ausrede mehr zieht, öffnet der Wassersportverein Fleckeby seine Tore und lädt A-Cat Segler, Hobie 16er und die 14er zum gleichnamigen Cat Cup ein. 

    Auf dem schmalen Streifen des Clubgeländes stehen dann Wohnmobile, Zelte, Trailer, Boote und was sonst noch dazu gehört. Die Katamarane liegen kreuz und quer und es ist fast schwer, den Rasen zu erblicken. So machen es die „Zugereisten Segler” den Clubmitgliedern für dieses Wochenende schwer, an die eigenen Landliegeplätze zu kommen. Aber man kennt sich und wie wir ja wissen, ist auch in der kleinsten Hütte Platz.

    Dieses Jahr können Fritz Rüdiger Klocke als Wettfahrtleiter und sein Team mit jeweils sechs A-Cats und HC16 sowie neun HC14 die Aufnahmefähigkeit des Clubgeländes testen. Alle passen drauf, es ist sogar noch Platz für weitere Boote. Nur für den Fall, dass die Termine für das nächste Jahr noch nicht fest verplant sind. 

    Bei den 14ern können alte Bekannte und neue Mitsegler begrüßt werden. So taucht Broder Diedrichsen nach längerer Abstinenz wieder auf, Krzysztof Baryla hält die polnische Flagge in den Wind und Robert Letsch ist Umsteiger von den 16ern. Die längste Anfahrt hat theoretisch Rolf Neu, der ist aber nach Hohwacht gar nicht erst ins Saarland zurückgekehrt. Ihm macht das Vagabundenleben im Wohnmobil anscheinend nicht nur Spass, er bekommt damit auch besondere Energie, wie wir unten noch lesen können. 

    Martin Degener aus Zülpich vergnügt sich auf einem Boot von Wolfgang Ehrich, der fast um die Ecke wohnt. Tobias Kuhn kommt wie immer in Begleitung seiner Partnerin und zeigt im Laufe der Serie, dass mit ihm in Zukunft zu rechnen ist. Schon alleine, weil er mit seinen geschätzt so um die 50 Lebensjahren neben Broder der jüngste im Feld ist. Fritz Weller hat sich vorgenommen, seine Siegesserie von Dümmer, Hohwacht und Bevertalsperre fortzusetzen. Und ich, noch lädiert von meinem Sturz auf den Allerwertesten in Hohwacht, denke, dass es so schlimm ja nicht werden wird. Das ist ein blöder Irrtum, wie sich auf dem Wasser herausstellt.

    In gewohnt professionell freundlicher Art hat Fritz Rüdiger dann auch für den ersten Wettfahrttag den Wind bestellt, der mit 2 bis 5 Bft. richtungskonstant aus Nordwest mit wenig Drehungen aber deutlichen Böen über die Große Breite Schlei streicht. Geplantsind Up-& Downkurse. Start- und Zeillinie sind gleich hinter dem Leetor und mit achterlichem Wind zu erreichen.  

    Man merkt Fritz Rüdiger seine militärische Herkunft an, er hält die Steuermannsbesprechung um 09:30 Uhr ab. Das unsere Bundeswehr nicht nur aus Laufzettel-verwaltenden Zivildienstverweigerern besteht, zeigt sich hier schon. Militärisch präzise und deutlich macht Fritz Rüdiger den Teilnehmern klar, dass heute fünf Läufe anstünden. Für Morgen sind umlaufende Winde angekündigt, die zudem noch mit heftigem (Gewitter-)Regen gewürzt sein werden. Daher auch Startbereitschaft um 10:30 Uhr.


    Alles kein Problem! Die Startlinie liegt nicht weit vom Ufer entfernt, so dass es mit einiger Verspätung wirklich losgehen kann. Die Luvtonne ist kaum, die kleine Ablauftonne daneben überhaupt nicht von der Startlinie zu sehen. Zweimal hoch zum Luvfass und immer vor dem Wind zurück, dann noch über die Start-/Ziellinie. Alle Klassen segeln den gleichen Kurs.

    Die 14er starten als erste, weil sie die langsamsten sind. Vier Boote machen einen Steuerbordstart und sind genau zum Nullpunkt an der Linie. Broder versucht zwar, die Startlinie mit Power auf Backbordbug entlangzulaufen, traut sich aber nicht, die Linie zu kreuzen. Warum, wird klar, als die Wettfahrt angebrochen wird: Auf dem Startschiff hat man versäumt, die Klassenflagge zum richtigen (Null-)Zeitpunkt herunterzunehmen. Alles zurück und hinten angestellt, jetzt starten die 16er, dann die A-Cats. Danach wir 14er.

    Die Luvtonne liegt auf der Höhe von Borgwedel an einer leichten Landnase. Der erste Schlag kann auf Backbordbug in die leichte Abdeckung durch diesen Landvorsprung  erfolgen. Da ist weniger Welle, prinzipiell etwas weniger Wind und leichteres Wenden anzunehmen. Oder man segelt nach Steuerbord in die „luftigere” unbehindert beblasene Breite Schlei.

    Das Feld teilt sich im ersten Lauf auf dem ersten Schlag hälftig jeweils in eine Richtung. Broder entscheidet sich (natürlich) für die Steuerbordseite, in die Welle und den vermeintlich stärkeren Wind, lässt laufen und fährt den Steuerbordlern davon. Er hat soviel Vorsprung, dass wir “Nachzügler” nicht beurteilen können, ob er vielleicht zu spät umlegt und die Luvtonne anläuft. 

    Denn Friedhelm und Rolf starten den ersten Lauf konventionell. Friedhelm hat den richtigen Lift, ist als erster am Faß und gibt die Führung nicht mehr ab. Broder wird Zweiter, Rolf belegt den dritten Platz. 14er Neuling Robert glaubt auf die zweite Durchfahrt des Gates verzichten zu können. Die Wettfahrtleitung merkt das nicht und er wird als Fünfter geführt, ist aber eigentlich Sechster. Dadurch muss ich den Bericht schreiben. Mache ich übrigens gerne. Da ich nach dem ersten Lauf ausscheide, stammen die weiteren Informationen von Friedhelm.

    Im zweiten Lauf starten Friedhelm und Krzysztof in die freie Schlei, diesmal eindeutig die falsche Seite, während Rolf und Broder ganz konventionell in die ruhigere Ecke fahren. Broder Erster, Rolf Zweiter, Krzysztof Dritter, Fritz Vierter. 

    Fast sieht es so aus, als ob sich unsere Topleute abgesprochen hätten, denn im dritten Lauf siegt Rolf, Friedhelm wird Zweiter und Broder Dritter. Alles sauber gemischt!

    Im vierten Lauf gewinnt wieder Broder, Rolf macht den Vierten, Friedhelm schafft Platz  zwei.

    Vor dem fünften Lauf können alle Drei noch Erster werden. Rolf startet mit Speed und setzt sich schnell von Friedhelm ab. Der fährt erst einmal hinterher, von Land aus gesehen deutlich langsamer. Am Luvfaß hat Rolf noch ein paar Schifflängen Vorsprung, versegelt sich aber etwas später und wird hinter Fritz Zweiter. 

    Broder ist verschwunden und spielt –zumindest in diesem Lauf– keine Rolle mehr. Beim Start hakt er sich in den Trapezgummizug und nicht in den Stahldraht. Das blöde Ding reißt und Broders Boot kippt um. Broder hat sich also selbst aus dem Spiel genommen. Zumindest wissen wir jetzt, dass die Breite Schlei nicht notwendigerweise auch tief sein muss. 

    Friedhelm gewinnt mit sechs Punkten und kann seine Siegesserie um einen weiteren Pott ergänzen, Broder wird mit sieben Punkten Zweiter, ein Punkt mehr hat Rolf als Dritter. Herzlichen Glückwunsch!

    Und die „Hinterherfahrer”? Krzysztof segelt drei Ditte und einen vierten Platz und wird Vierter, Wolfgang dahinter. Robert (6.), Tobias  (7.) und Martin (8.) liefern sich im hinteren Feld spannende Rennen. Und ich als Letzter habe jetzt bis Kellenhusen Zeit, mein tiefes Kreuz zu erholen. 

    Eine gelungene Veranstaltung. Toller Kurs, fantastisches Wetter und eine gute Stimmung an Land. Danke noch einmal an die Wettfahrtleitung, das Team an Land und auf dem Wasser. Wir sehen uns nächstes Jahr wieder.

    Veith Bothmann

    Fotos: Angela Degener

  • Nächstes Nord-Highlight Niendorf Regatta

    Die Niendorf Regatta fand am Wochenende des 02./03. Juli auch in diesem Jahr mit viel Spaß, guter Stimmung und mit 17 Hobie 16 Teams statt. Insgesamt waren  6 Wettfahrten ausgeschrieben, es konnten letztendlich jedoch nur 4 Wettfahrten gesegelt werden.

    Der erste Start war am Samstag um 12 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt wehte auch noch herrlicher Wind und man konnte gut im Doppeltrapez fahren. Über den Tag hinweg wurde der Wind jedoch immer weniger, sodass schlussendlich das letzte und 4. Rennen des Tages gegen 17 Uhr an der Luvtonne aufgrund von zu wenig Wind abgekürzt wurde.

    Abends wurde dank Jens und Nina wieder ein leckeres Grillen für alle Beteiligten veranstaltet.

    Am Sonntag wurde nach langem Warten am Strand mit einem Feierabendbier verkündet, dass nicht mehr gesegelt wird. Die Regatta gewonnen haben Frithjof und Luisa, dicht gefolgt von Detlef und Karen sowie Kerstin und Sarah. Auch die Jugend war wieder stark vertreten und mit dem 11. Platz insgesamt sicherten sich die Schwestern Charlotte und Wiebke den 1. Platz in der Jugendwertung.

    Ein ganz großer Dank geht an Ulrike und Carsten und all die anderen ehrenamtlichen Helfer, die uns diese Regatta am Wochenende wieder so schön ermöglicht haben.

  • Niendorf – 2. Jugend- und Einsteigertraining HC16 und Ranglistenregatta Juni/Juli 22

    Moin Zusammen,

    nach dem tollen Saisonhighlight in Hohwacht bietet der Norden ein zweites Jugend- und Einsteigertraining für den HC16 an. Die SGJ Niendorf und vor allem die Familie Schermer freuen sich auf Euch. Tolles Training und nordisch by nature warten auf Euch.

    Termin: 25./26. Juni 2022

    https://www.raceoffice.org/event.php?eid=87461808261f164d3a3d97

    Und nur eine Wochenende später könnt Ihr das Erlernte gleich bei der Ranglistenregatta HC 16 an gleicher Stelle ausprobieren. Also eine prima Gelegenheit beide Events zu verbinden!

    Familie Schermer freut sich natürlich auf alle anderen Segler und hofft auf ein tolles Teilnehmerfeld ähnlich wie in Hohwacht. Vielleicht lassen sich ja die Meldezahlen noch steigern. 😉

    Eine tolle Möglichkeit sich für die EURO auf der Ostsee vorzubereiten. Auch dänische Gäste sind herzlich willkomen.

    Termin: 02./03.Juli 2022

    https://www.raceoffice.org/event.php?eid=70082725361f165e4da018

  • Volle Wiese in Hohwacht

    Zu Pfingsten pilgerten die Hobie 16-Teams traditionell nach Grömitz, wo die Super-Sail-Tour ihr Saisonopening hatte. Nach Coronabedingter Pause fiel das Wiederanfahren (bislang) aus verschiedensten Gründen schwer. Da bot es sich an, nach anderer Wiese in Strandnähe zu suchen, auf der die Seglerinnen und Segler nebst Anhängen ihre Segelkisten lüften und untereinander ein allgemeines Wiedersehen feiern konnten. Unsere Nordcommodore Horst Miera und Christian Diederich hängten sich rein und wurden fündig: in Hohwacht, in deren Yachtclub sie eh Mitglieder sind und den Pächter der Wiese, bekannt unter seinem Vornamen Birger, seit gefühlt Jahrzehnten kennen. Aber so ist es manchmal mit der Arbeit: es lässt sich leicht an, man rutscht rein in ein Projekt, das bislang nur in den Köpfen war, und dann hat man sie plötzlich an der Hacke, die Arbeit. Zum Glück konnten Horst und Krischan die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen. So halfen viele Mitglieder des Hohwachter Yachtclubs im Hintergrund, um uns am Sonntag mit Kuchen zur Mittagspause oder mit Grillfleisch und Beilagen zum Abend zu verwöhnen. Das Startboot stellte dankenswerterweise wie zuletzt Gunter Fricke. Die Wettfahrleitung übernahm Fritz-Rüdiger Klocke, der die meiste Arbeit damit hatte, Mitstreiter auf der Wiese einzusammeln, denn auch er hat nur zwei Hände, was nicht genügte, um Startuhr zu drücken, Flaggen hoch und runter zu nehmen, Frühstarter aufzuschreiben (ja, die gab es tatsächlich) und Zieleingangslisten zu führen. Hier gilt der Dank stellvertretend auch für alle nicht Genannten Eva Korschinsky und Dichtdran-Schwägerin Tine, Maria Zuchel, Jens Förster und Knud Jansen – ja richtig gelesen, Knud Jansen, denn leider hatte sich unser Vorsitzender bei der Regatta auf dem Dümmer See so unglücklich verletzt, dass er unter den Folgen immer noch leidet und nicht mitsegeln konnte, was ihn am Montag noch mehr leiden ließ, als (endlich) Doppeltrapezwind die Herzen der Aktiven höher, bei einigen sicherlich auch schneller schlagen ließ. Zu guter Letzt hatten Horst und Krischan noch den DLRG engagiert, die mit neuem Team anrückte, was erst einmal eine Einführung in die Frage erforderte, was im Fall der Kenterung zu tun ist. Sebastian Tietzsch hatte die Aufgabe übernommen und sicherlich im Bravour erledigt. Vorsorglich sahen die Seglerinnen und Segler dann aber doch davon ab zu kentern, so dass nicht erkennbar wurde, ob Sebastians Ratschläge hängen blieben oder nicht. Trotzdem vielen Dank auch dafür. So, jetzt habe ich bestimmt noch andere helfende Hände vergessen zu erwähnen, allein schon, weil ich selbst ja auch nur Gast war, der die Früchte der Arbeit des ganzen Orga-Teams genoss. Man muss sich aber selbst immer wieder kneifen, damit man als Segler nicht das, was die Veranstalter einer solchen Regatta leisten, als Selbstverständlichkeit oder als das hinnimmt, was man ja für sein Startgeld erwarten dürfte. Das Startgeld deckt die Kosten, entlohnt aber nicht für den Aufwand, der ehrenamtlich oder spontan freiwillig erbracht wird. Und in den letzten zwei Jahren dürfte jeder verständige Zeitgenosse gelernt haben, dass selbstverständlich gar nichts ist. Von daher erfüllt es mich mit großer Dankbarkeit, dass es viele fleißige Hände gibt, die uns Seglern ein solches schönes Event bieten.

    Apropos Event: das eigentliche Event fand auf dem Wasser statt, wie es sich für eine Regatta gehört. Zwischen den 16-er Teams wuselten 1 14er-Seglerin und – leider nicht allzu viele – 14er-Segler herum, die um einen gefühlt tonnenschweren Wanderpokal kämpften, der dem oder der Deutschen Besten umgehängt werden sollte. Allein schon wegen des Pokals wäre das für mich ein Grund, allenfalls Zweiter zu werden. So dachte es sich sicherlich auch die erwähnte 14er-Seglerin: Tanja Rindt begnügte sich, die Verfolger in Schach zu halten, um sicher und souverän den zweiten Platz einzufahren. Vielleicht galt aber ob des Pokalgewichts auch das Motto, dass derjenigen, der den Wanderpokal anschleppt, ihn auch wieder wegschleppen muss. Das würde erklären, warum Friedhelm Weller seinen Titel erfolgreich verteidigte. Die bessere Erklärung dürfte aber sein, dass er nach 7. Wettfahrten überhaupt nur 11 Punkte auf dem Konto hatte, weshalb er die 8. Wettfahrt an Land nutzen konnte, um Kraft für das Wegschleppen des Wanderpokals zu sammeln. Und wenn nicht Friedhelm oder Tanja Wettfahrten gewannen, so waren das Veith Bothmann, der das IDB-Bronze einsammelte, und Klaus Zuchel, den seine Erfahrung aus vermutlich 50 Jahren Hobie 14-Segeln auf den vierten Platz brachte. Ihnen und allen Platzierten der Hobie 14-IDB gratuliere ich zu ihren Erfolgen.

    Bei den 16ern waren 31 Teams angetreten. Krankheitsbedingt, auch Coronabedingt – ja, Corona gibt es noch! –  fehlten leider weitere Teams, aber mit 31 Booten an der Startlinie war schon ansprechend Betrieb auf dem Wasser. Gut gefallen haben mir die Jugendteams, die bei den seglerisch nicht ganz einfachen Bedingungen – Samstag segeln mit fast ohne Wind, Sonntag segeln mit wenig Wind, Montag segeln mit böigem, drehendem Wind – gut mithielten. Noch besser würde mir gefallen, wenn die Jugendteams noch offensiver so Könner wie Detlef Mohr ansprechen mit so einer gar nicht so blöden Frage: wie hast du das gemacht? Detlef mit Stammvorschoterin Karen Wichardt machten es am besten, das Team Stefan Rumpf/Ulla Becker am Zweitbesten, und spätestens ab Platz 3 gab es Arbeit und Redebedarf, Arbeit an sich selbst und Reden mit Detlef: wie machst du das eigentlich? Im Austausch liegt das Potential, besser zu werden. Und dann heißt es üben, üben, üben. Dazu habe ich in einem Beitrag von Gianmarco Gini, der gerade italienischer Meister geworden ist, einen schönen Satz gelesen, den er von seinem Trainer zu hören bekam: „Medaillen werden im Training gewonnen, bei Regatten geht man sie abholen“. Nun gut, nicht jeder hat Gelegenheit zu trainieren. Wer sie aber hat, sollte sie nutzen, auch bei Bedingungen, wie wir sie am Samstag und Sonntag hatten. Ich glaube, niemand hat gesagt, dass das spaßige Segeltage waren. Es ist ja in Ordnung, wenn bei 6 Knoten Wind gesegelt wird, aber dann muss doch bitteschön das Wasser glattgebügelt sein. Mit diesen kleinen fiesen Wellen der Ostsee aber zu recht zu kommen, muss man üben. Sabine und ich sind für die Übungseinheiten am Samstag und Sonntag sehr dankbar, auch weil Detlef wertvolle Tipps gab, die wir jetzt nur noch umsetzen müssen, was ja wohl ganz einfach sein sollte, so selbstverständlich, wie Detlef sich durch die Wellenhügel mogelt. Wer die Wellen lieber mit Druck nimmt, kam am Montag auf seine Kosten. Leider waren nur 8 Wettfahrten ausgeschrieben, weshalb nach insgesamt 7 Wettfahrten an den Vortagen nur noch 1 Wettfahrt am letzten Tag zu segeln war. Es hätte sicherlich allen Teams gefallen, wenn am Montag noch mehrere Läufe hätten stattfinden können. Daher rege ich an, dass in der Ausschreibung bei einer dreitägigen Regatta nicht nur 8, sondern gleich 12 Wettfahrten ausgeschrieben werden, damit die Möglichkeit besteht, bis zu dem in der Ausschreibung festgeschriebenen letzten Startzeitpunkt möglichst viele Wettfahrten zu absolvieren. Ich werde die Anregung im nächsten Frühjahr wiederholen, denn schon jetzt steht fest: nach diesen schönen drei Tagen in Hohwacht werden wir im nächsten Jahr ganz sicher wieder dabei sein wollen. Jetzt freue ich mich erst einmal auf die Euro in Travemünde. Dann heißt es wieder: Ostseewelle!

    Dieser Bericht kann nicht enden, ohne anzureißen, was einen eigenständigen Artikel verdient. Die Siegerehrung nutzte unser 1. Vorsitzender nämlich zu einer ganz besonderen Ehrung, wie sie im Filmbusiness üblich ist und nun auch Einzug in unsere Leben als Hobiefamilie hielt: die Ehrung für das Lebenswerk. Sie erhielt Andreas Martens. Er hatte vor der Regatta seine Teilnahme leider absagen und für sich die Entscheidung treffen müssen, seine aktive Zeit als Regattasegler zu beenden. Er hatte es sich aber nicht nehmen lassen, am Wochenende dabei zu sein. Und so galt es, Andreas für seine unermüdliche Nachwuchsarbeit zu danken, die er in seiner Freizeit leistete, um Jugendliche für das Hobiesegeln zu begeistern, sie zu fördern und ihnen ein väterlicher Ansprechpartner zur Seite zu stehen. Legendär war sein Bootsanhänger, auf den so viele Boote passten, dass ich mich immer fragte, wie der Anhänger eine Straßenverkehrszulassung bekommen konnte. Andreas schaffte das, und schaffte vieles, was fünf von uns nicht geschafft hätten. Als Geschenk erhielt Andreas vorab eine von allen Seglerinnen und Seglern signierte Hobie-Fahne. Das Buch „HOBIE – MASTER OF WATER, WIND AMD WAVES“ (von Paul Holmes) wird folgen. Andreas kündigte schon an, die Fahne in seinem Refugium an der Müritz aufzuhängen, wo er dann auch Zeit und Ruhe haben wird, in dem unterhaltsamen Buch zu lesen und zu blättern – wenn er nicht gerade mit seiner Anke auf dem 16er die Müritz besegelt.

    Euer Ingo Delius